Die Ausstellungshighlights 2017 im LVR-LandesMuseum Bonn

Das Jahr ist noch frisch und inzwischen ist in Bonn tatsächlich der Winter angekommen. Anfang der Woche hat es sogar geschneit! Ein regelrechtes Phänomen für Bonn. Es blieb zwar nur einen halben Tag liegen, aber immerhin. Frisch aus unserer Ideenschmiede Museum präsentieren wir Ihnen nun die Ausstellungshighlights 2017. 

 

Im Januar laufen zwei Ausstellungen aus, die Sie sich noch ansehen sollten, wenn Sie das noch nicht gemacht haben: Bis zum 22. Januar präsentieren wir noch „Eva’s Beauty Case“ und „bilderstrom“. Und bis zum 26. März ist auch die Ausstellung „Zero ist gut für Dich“ noch zu sehen.

Drei Ausstellungen für ein Ticket!
Drei Ausstellungen für ein Ticket!

Eine kleine Erinnerung „bilderstrom. Der Rhein und die Fotografie 2016-1853“ ist eine Kooperation mit der Bundeskunsthalle, die zeitgleich ihre große kulturgeschichtliche Ausstellung zum Rhein zeigt. Es gibt ein Kombiticket, mit dem Sie beide Ausstellungen besuchen können. Fragen Sie einfach an der Kasse danach.

 

Spur der Kraniche, 1996. Foto: Rudolf Knubel © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.
Spur der Kraniche, 1996. Foto: Rudolf Knubel © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.

Im Februar starten wir mit der ersten Ausstellungseröffnung: Rudolf Knubel, Mit den Augen denken. Leise, aber eindrückliche Fotografien wechseln sich mit farbenreichen Zeichnungen ab. Seine Skulpturen und Malerei waren bereits Gegenstand zweier Ausstellungen in Ahlen und Herne, die zusammen mit der Bonner Ausstellung den Künstler und Hochschullehrer Knubel in seiner Vielseitigkeit abbilden. Der 1938 geborene Künstler Rudolf Knubel war lange Jahre Professor für Gestaltung an der Universität Essen. Die Retrospektive konzentriert sich nun auf die Werke, die in Auseinandersetzung mit historischen Stätten von Hochkulturen, Architekturen und Landschaften in den Jahren 1973–2013 entstanden sind.

 

Im April geht es dann weiter mit einer weiteren, diesmal reinen Fotografie-Ausstellung: Klaus Mettig. Im Zentrum der Ausstellung „Reisender ohne Fahrschein“ stehen großformatige und ungewöhnlich detailreiche Tableaufotografien von jeweils 125 x 375 cm aus den Jahren 2005-2012. Sie zeigen Szenen aus Großstädten und Metropolen wie Ramallah, Delhi, Shanghai und New York.

 

Miniatur-Modell für die Planung der Ausstellung "Luftstücke" von Freddie Michael Soethout. Foto: F. M. Soethout.
Miniatur-Modell für die Planung der Ausstellung „Luftstücke“ von Freddie Michael Soethout. Foto: F. M. Soethout.

Von großen querformatigen Fotografien wenden wir uns im Mai dann großen und eindrucksvollen Installationen zu. Freddie Michael Soethout entwickelt gerade seine Ausstellung „Luftstücke“, die er als Gesamtkunstwerk speziell für das LVR-LandesMuseum Bonn anfertigt. Der gesamte Raum der dritten Etage und Empore wird mit einbezogen. Seine Arbeitsmaterialien sind Glas, Silikon und Farbpigmente. Im Modell durften wir bereits einen kleinen Blick auf die Ausstellung werfen.

 

Ende Juni eröffnen wir dann unsere große kulturhistorische Ausstellung in diesem Jahr: Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“. Die Zisterzienser gründeten vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts fast 650 Klöster in ganz Europa. Der Zisterzienserorden erwuchs zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit mit einer ganz eigenen, die zivilisatorische Praxis seiner Zeit radikal in Frage stellenden Wertekultur, die nicht nur das klösterliche Leben veränderte. Ihre Ideen und Innovationen drangen schnell über die Klostermauern hinaus und gaben einer reformbereiten Gesellschaft entscheidende Impulse und veränderten so Europa. Das Netzwerk der Zisterzienser ist hoch spannend und wir werden es in der Ausstellung auch dank hochkarätiger Leihgaben aus ganz Europa präsentieren können.

Plakat zu der Ausstellung "Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster". Im Sommer 2017 wird die Ausstellung in Bonn eröffnet.
Plakat zu der Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“. Im Sommer 2017 wird die Ausstellung in Bonn eröffnet.

Wir bekommen namhafte und für die Kultur des Ordens ausschlaggebende Objekte wie der Codex Gisle aus Marienbrunn, eine Madonnenstatue aus Kloster Eberbach, heute im Louvre, das Salemer Pfingstszenenrelief, das bisher noch nie außerhalb Schwedens gezeigte Grabtuch des Holmger Knutsson aus Stockholm, und der komplette ehemalige Hochaltar der Klosterkirche Kamp um nur einige wenige zu nennen. Ergänzt werden die Ausstellungsobjekte wieder durch vielfältige Mitmachangebote und Medienstationen wie etwa eine CAD-Rekonstruktion, die einen virtuellen Rundgang durch die Kirche, Klausur- und Wirtschaftsgebäude des Klosters Altenberg ermöglicht.

 

Die Malerei ist in diesem Jahr durch den Künstler Dieter Krämer vertreten. Wir zeigen anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers im September eine Auswahl seines umfangreichen Werkes. Dieter Krämer war einer der ersten Künstler, die während der alleinigen Dominanz der abstrakten Kunst in den 60er Jahren mit gegenständlicher Malerei begannen. Seiner Bilder blieben bis heute der „Magie der Realität“ treu und sind aus der deutschen Kunst der letzten 50 Jahre nicht wegzudenken.

 

Das Ausstellungsjahr beenden wir im Oktober mit der Eröffnung der Sizilien-Ausstellung: „Im Meer versunken. Sizilien und die Unterwasserarchäologie“. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Allard Pierson Museum Amsterdam, dem Ashmolean Museum Oxford, der Ny Carlsberg Glyptothek Kopenhagen und der Soprintendenza del Mare, Palermo entstanden. Durch die Kooperation und die Unterwasserfunde der gesunkenen Schiffe vor Sizilien lassen sich Geschichten und Geschichte von weltumspannender Bedeutung darstellen. Wir zeigen beispielsweise ein über 3000 Jahre altes phönizisches Handelsschiff, die Funde erzählen von den punischen, römischen und ägyptischen Schiffen der Schlacht bei den Ägadischen Inseln 241 v. Chr. bis hin zu einem byzantinischen Handelsschiff mit kostbarer Kirchenausstattung.

Archäologie unter Wasser. © Marzamemi Maritime Heritage Project, Foto: Laura McPhie.
Archäologie unter Wasser.
© Marzamemi Maritime Heritage Project, Foto: Laura McPhie.

Zum Schutz und zur Erforschung der Unterwasserfundplätze rund um Sizilien wurde in Palermo eine weltweit einzigartige Institution gegründet: Die Soprintendenza del Mare. Mit neuesten archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden erforscht und sichert sie die Unterwasserfundplätze rund um Sizilien. Mitmachstationen und moderne Medien geben einen einzigartigen Einblick in die oft spektakulären Methoden der modernen Unterwasserarchäologie, nicht nur im Mittelmeer, sondern auch im Rhein.

 

Die aktuellen Ausstellungszeiten und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Und damit wünschen wir Ihnen ein ereignisreiches Ausstellungsjahr und freuen uns riesig auf Ihren Besuch.

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