Unsere #pinkweek auf Instagram

Von der Idee bis zur Umsetzung

Kennen Sie diese Instagram Profile die farblich perfekt ineinander abgestimmt sind? Jedes Bild passt zum anderen auch wenn sie an völlig anderen Tagen und Orten aufgenommen wurden. Womöglich ändert sich das Farbschema je nach Lust, Laune oder Jahreszeit, aber es ist immer eins vorhanden.

Was wäre, wenn man versucht ein solches Farbschema auf dem Instagram Profil des Museums umzusetzen? Eine spontane Idee entwickelte sich zu einem spannenden Projekt. Schaffen wir es eine Woche lang nur Bilder zu posten, die eine bestimmte Farbe enthalten? Dieser Aufgabe haben wir uns gewidmet und wir würden sagen, wir haben es geschafft!

#pinkweek auf Instagram.
#pinkweek auf Instagram.

Das Erste was wir machen mussten war natürlich uns für eine Farbe zu entscheiden. Gar nicht so einfach bei einem so großen Museum mit so unterschiedlichen Ausstellungsstücken aus 400.000 Jahren der Geschichte des Rheinlands.

Was macht man da? Natürlich ins Museum gehen! Wir begeben uns also auf unsere erste Farberkundungstour ins Museum, bewaffnet mit einem Handy, um spontan ein paar Schnappschüsse machen zu können.

Schnell war klar, wir wollen eine Farbe die nicht sofort mit dem Museum in Verbindung gebracht wird.EineFarbe die intensiv ist, aber dennoch erst beim genauen Hinschauen zu entdecken ist. Eine Farbe von der wir überrascht sind, sie in unserem Museum zu finden, um die Spannung für uns und unsere Follower aufrecht zu erhalten.

Wir betreten das Museum und schon springt uns eine farbintensive Grafik des Künstlers Richard Anuszkiewicz ins Auge, die im Moment als Grafik des Monats im Foyer des Museums ausgestellt wird. Sie leuchtet in Rot, Pink, Blau und Grün. Mit diesen Farben im Hinterkopf schreiten wir die Treppe hinauf ins 1.Obergeschoss zur Sonderausstellung der Gemälde von Masoud Sadedin. In Sadedins Bildern findet man allerlei verschiedene Farbtönen von Blau zu Gelb über Grün bis hin zu Pink. Besonders zwei direkt nebeneinander hängende Bilder imponierten uns mit ihrem großflächigen Magenta-Anteil. Aber auch im Detail ist die Farbe Pink in Sadedins Werken oft zu finden.

Ab diesem Zeitpunkt war klar, es muss die Farbe Pink werden. So begaben wir uns also durchs Museum, Raum für Raum, fokussiert auf alles was Pink ist, und siehe da, wir wurden fündig.

Im Bereich Neandertaler und Co. entdeckten wir ein pinkes Stück des Zeitstrahls der Menschheitsgeschichte, ein wenig weiter lag in einer Vitrine eine Porzellanscherbe, die mit pinken Blüten bemalt ist. Wir konnten selber kaum glauben, wie viele Gemälde wir fanden, die pinke Elemente enthielten und auch ein archäologisches Schmuckstück aus dem Frühmittelalter verzauberte uns mit seinen pinken Almandinen. Auch das 3. Obergeschoss strotzt im Moment nur so vor pinken Wänden und Elementen in unserer neuen Sonderausstellung „Ritter und Burgen“. Insgesamt machten wir um die 50 Bilder auf unserer ersten Farberkundungstour durchs Museum, die alle etwas Pinkes enthielten.

Völlig begeistert von einer solch großen Auswahl fing nun der schwierige Teil des Projekts an. Die Auswahl von genau sieben Motiven. Jeden Tag soll ein Bild mit einem passenden Text online kommen. Die Qual der Wahl also. Wir trafen eine Vorauswahl von ca. 20 Bildern mit der Bedingung: Sie müssen untereinander zusammenpassen und wenn möglich aus verschiedenen Bereichen des Museums stammen. Gesagt, getan. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Natürlich stößt man auch immer auf kleine Probleme bei solchen Projekten. Bei uns hieß dieses Problem: Bildrechte. Denn besonders bei den zeitgenössischen Kunstwerken wird viel Pink verwendet und spannende Fotos von den Werken sind entstanden, die wir gerne verwendet hätten. Aber, ohne Zustimmung des Künstlers und ohne womöglich eine Gebühr zu bezahlen, dürfen solche Fotos nicht einfach veröffentlicht werden. Daher fielen diese Fotos in der Kürze der Zeit schon einmal weg. 5 Motive waren schon fest in unsere Pinke Woche verplant, blieben noch 2 Tage die zu bestücken waren. Also ein weiterer Gang ins Museum. Mit Spiegelreflexkamera bewaffnet, suchten wir erneut nach pinken Elementen im Museum. Diesmal schallte neben den Aufbaugeräuschen, der Sonderausstellung „Ritter und Burgen“, ebenfalls lautes Radio aus dem 3. Obergeschossdurchs ganze Museum. Mit Musik in den Ohren machte uns der Gang durchs Museum gleich noch mehr Spaß. Zwei neue Motive wurden gefunden und schon war die Woche voll verplant.

Montags ging es los mit einem Bild von Sadedin, über den Ausschnitt der Menschheitsgeschichte, der Gürtelschnalle aus dem Frühmittelalter, Details zweier Gemälde aus dem späten 15. /frühen 16. Jahrhundert, der Porzellanscherbe aus dem Neandertal, hin zum Notizzettel unserer Restauratoren und dem abschließenden Foto von einer pinken Wand aus dem 3. Obergeschoss. Hochgeladen wurden sie mit einem passenden Text, der dem Leser noch etwas über das abgebildete Motiv erzählte und immer versehen mit dem #pinkweek. So erfuhren auch wir beim Recherchieren und Formulieren dieser Texte zum Beispiel immer mehr über die Farbe Pink, ihren Ursprung in der Farbe Purpur, was die Düsseldorfer Malerschule in dem Neandertal machte und warum der Neandertaler Neandertaler heißt. Wer gerne noch die ausführlichen Texte zu den Bildern lesen möchte, findet diese auf Instagram.

Wir finden das Projekt war ein voller Erfolg und raten jedem dazu bei seinem nächsten Museumsbesuch mal nach weiteren pinken Elementen Ausschau zu halten, denn es versteckt sich noch weitaus mehr Elemente dieser Farbe in unserem Museum!

Mit positiver Rückmeldung unserer Follower starten wir bald in die zweite Runde des Projekts #einefarbeeinmuseum und man munkelt es könnte die Farbe Türkis werden…

Instagram: @lvrlandesmuseum

[Marie-Theres Pecher]

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