Meine Ausbildung beim LVR-Museumsverbund

Hallo, mein Name ist Christina und ich bin Auszubildende beim LVR-Museumsverbund in Bonn. Ende Juni werde ich meine Ausbildung abschließen und aus diesem Anlass habe ich für unseren Blog auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt.

Ein kleiner Überblick über den Museumsverbund: Im LVR-Museumsverbund kooperieren die drei Museen LVR-LandesMuseum Bonn, Max Ernst Museum Brühl des LVR und die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur. Das Betriebs- und Prozessmanagement (BPM), zudem auch meine Abteilung gehört, koordiniert für die drei Museen die gemeinsamen Arbeitsabläufe in den Bereichen Haushalts- und Personalbereich, Veranstaltungen, Kommunikation und Marketing und Technische Dienste, die sich insbesondere um die Realisierung der vielfältigen Ausstellungsprojekte kümmern.

Im August 2016 habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation mit Sitz im LVR-LandesMuseum Bonn angefangen und seitdem viel erlebt.

Vor meiner Ausbildung habe ich meinen Bachelor in Archäologie an der Uni Köln gemacht und da ich daran eine kaufmännische Ausbildung anschließen wollte, traf ich bei der Suche auf die Ausschreibung des LVR-LandesMuseums. Die Chance, (unter anderem) für ein archäologisches Museum arbeiten zu können, musste ich natürlich ergreifen. Ich wollte immer gerne in einem Museum arbeiten und erfahren, was dort hinter den Kulissen vor sich geht. Davon habe ich tatsächlich auch einiges mitbekommen.

In der Kommunikationsabteilung eines Museums ist man nicht nur für die Kommunikation nach außen verantwortlich, sondern man hat oft auch die Gelegenheit innerhalb des Hauses Informationen einzuholen und auszugeben, die Verbindungsstelle zwischen verschiedenen Abteilungen zu sein und die Kommunikationsvorgaben des Landschaftsverbandes Rheinland zu wahren.

Der schulische Teil der Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation legt den Schwerpunkt deutlich auf die Außenkommunikation, also Werbung, Online-Marketing, Verkaufsförderung und und und … Während meiner Ausbildung kam ich in der Außenkommunikation vor allem mit Printwerbung, Plakatkampagnen und Online-Marketing bzw. Social Media in Berührung. Aber auch Merchandise und Kundenzufriedenheit bzw. Beschwerdemanagement werden innerhalb der Abteilung abgedeckt.

Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem das Einholen von Angeboten, der telefonische und schriftliche Kontakt mit Dienstleistern, die Überprüfung der geschalteten Anzeigen und platzierten Plakate, sowie die Zusammenstellung der Belegexemplare.

Außerdem hatte ich einen Einblick in die Mediaplanung, die Zielgruppenrecherche und die Auswertung der Kampagnen. Auch als Azubi wurde ich in fast jeden Schritt, von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Auswertung, mit einbezogen und konnte meinen Beitrag leisten.

Sehr interessant war es, sich immer wieder neue Ideen für Merchandise Produkte für den Museumsshop einfallen zu lassen. Die Recherche, Einholung von Angeboten und Qualitätsprüfung sind spannend, wenn auch manche Ideen über kurz oder lang wieder verworfen werden müssen.

Eins meiner größeren Projekte war die Auswertung von Umfrage, Lob und Kritik der Besucher des LVR-LandesMuseums Bonn. Eine solche Zusammenstellung und Auswertung ist wichtig, um sich in einem ständigen Verbesserungsprozess an die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse unserer Besucher anzupassen.

Zur Kommunikationsabteilung zählt außerdem der Bereich der Pressearbeit. Diese Aufgaben haben mir am meisten Freude bereitet. Ich konnte der Pressesprecherin in vielen Bereichen assistieren, so habe ich zum Beispiel Pressekonferenzen vorbereitet, aktiv an Pressekonferenzen teilgenommen, Pressemappen und -mitteilungen erstellt und Informationen und Veranstaltungen für Presse und Interessenten aufbereitet und verschickt.

Neben all diesen klassischen Marketing- und PR Aufgaben konnte ich durch die enge Zusammenarbeit der Abteilungen auch in die Museumsarbeit reinschnuppern. Sowohl in die Abteilungen Verwaltung und Service als auch Museumspädagogik und Eventmanagement und schließlich auch Sammlung und Depot konnte ich einen Blick werfen und sehen, wie viele kleine Rädchen aufeinander abgestimmt werden müssen, damit so ein großes Museum funktionieren kann.

Ich durfte zwei Jahre Teil dieses großen Teams sein, und bin sehr froh, dass ich so offen empfangen wurde, und mir jeder Bereich offenstand, um einen Blick hinter die Kulisse zu werfen. Ich habe vor allem gelernt, wie wichtig Teamarbeit ist, wie schwierig es ist ein so großes Museum kommunikativ unter einen Hut zu bekommen und wie viel Spaß es macht, im Kulturbereich zu arbeiten. Eins kann ich auf jeden Fall sagen: Werbung im Kulturbereich, gerade im Museum, ist schon aufgrund der ganz unterschiedlichen Zielgruppen, die sich je nach Ausstellung komplett unterscheiden können, alles andere als langweilig.

 

[Christina Blaschke]

Auszubildende, Kauffrau für Marketingkommunikation

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