2018 im LVR-LandesMuseum Bonn

Hallo, wir wünschen euch ein frohes neues Jahr. Hier auf dem Blog ist lange Zeit nichts mehr passiert. Aufgrund von Krankheit, Urlaub und Vertretung mussten wir unseren Veröffentlichungsplan ein wenig eindämpfen. Jetzt starten wir aber wieder voll motiviert und mit vielen Ideen in 2018.

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Die erste große Neuigkeit, die wir verkünden können ist: Wir haben unseren Newsletter überarbeitet. Einmal im Monat senden wir nun Neues aus den Bereichen Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Co. direkt in euren Posteingang. Hier könnt ihr den Newsletter abonnieren.

Die Ausstellungen 2018

An Ausstellungen, haben wir diesmal eine kleine feine Mischung. Und ein Schwerpunkt wird in der zweiten Jahreshälfte definitiv das Mittelalter bilden.

Die sehr erfolgreiche Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“ geht am 28. Januar 2018 zu Ende. Sie wird leider nicht verlängert. Die kostbaren Leihgaben aus ganz Europa müssen wieder in ihre Heimatmuseen zurück. Dies ist also die letzte Chance, die Ausstellung über die Erfolgsgeschichte des außergewöhnlichen Zisterzienserordens zu sehen.

Lohnenswert ist auch die parallel laufende AusstellungLeuchtende Steine. Ein Maler an den Orten der Zisterzienser“ von Bernd Schwering (bis 18. Februar 2018). Schwering besucht bereits vergangene und heute noch erhaltene Zisterzienserklöster in ganz Europa, dokumentiert die jeweiligen Abteien in unzähligen Fotografien und erstellt auf deren Basis in realistischer Malerei eine ganz neue Ansicht der zisterziensischen Architektur. Seine feinmalerische Technik führt zu einem faszinierenden Realismus. Gehen Sie ganz nah an die Bilder dran und entdecken Sie die Details.

Die zweite große aktuelle Ausstellung ist „Im Meer versunken – Sizilien und die Unterwasserarchäologie“. Noch bis zum 11.3.2018 könnt ihr auf Entdeckungsfahrt nach Wracks und Schiffsfunden vor Sizilien hier im schönen Bonn gehen.

Anlässlich der Ausstellung bietet Lloyd Touristik eine exklusive Reise nach Sizilien an. Vom 5. Mai bis 12. Mai 2018 kann man mit ihnen Sizilien erkunden und die Stätten der Griechen, Römer, Araber und Normannen besuchen. Auf Schritt und Tritt werden auf der größten Insel des Mittelmeeres Erinnerungen an eine große Vergangenheit geweckt. Alle Informationen zur Reise finden Sie auf der Website von Lloyd Touristik.

Die Ausstellung präsentiert mehr als 150 in den letzten Jahren aus dem Meer geborgene Objekte: Handelsgüter, Statuen, Münzen, Keramik und Waffen. Die meisten Funde sind erstmals außerhalb Italiens zu sehen. Höhepunkt sind drei bronzene Rammsporne, faszinierende Zeugnisse antiker Kriegskunst, die erst vor wenigen Jahren in einer Tiefe von über 80 Metern gefunden wurden. Das internationale Projekt ist in Kooperation mit der Soprintendenza del Mare Palermo und dem COBBRA Museumskonsortium entstanden. Dazu gehören die Ny Carlsberg Glyptothek Kopenhagen, das Ashmolean Museum, University of Oxford, das LVR-LandesMuseum Bonn, das Königliche Museum für Kunst und Geschichte Brüssel sowie das Allard Pierson Museum Amsterdam.

 

Konrad Helbig, o.T. Straßenszene. 1950er Jahre. Deutsche Fotothek.
Konrad Helbig, o.T. Straßenszene. 1950er Jahre. Deutsche Fotothek.

Im März (ab dem 1.3.2018) wird die Fotografie-Reihe „Aus den Archiven“ weitergeführt, die in Kooperation mit der Deutschen Fotothek in der SLUB Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, entsteht. Teil 3 der Reihe widmet sich dem Fotografen, Publizisten und (Vortrags-)Reisenden Konrad Helbig (1917-1986). Konrad Helbig besuchte Sizilien seit einem ersten Aufenthalt 1954 bis zu seinem Tod immer wieder und hielt Land und Leute sowie Kunst und Kultur Siziliens in mehr als 17.000 Fotografien fest. Die Bilder publizierte er ab 1956 in verschiedenen Büchern und Artikeln. Außerdem dienten sie ihm als Grundlage für sehr erfolgreiche Lichtbildvorträge, die er in unzähligen Städten Deutschlands hielt. Neben faszinierenden Aufnahmen der antiken und mittelalterlichen Monumente und Kunstwerke Siziliens, entstanden zahlreiche Aufnahmen von Land und Leuten. Die Ausstellung ergänzt in idealer Weise die den antiken Kulturen Siziliens und des Mittelmeerraumes gewidmete Ausstellung des LVR-LandesMuseums Bonn „Im Meer versunken. Sizilien und die Unterwasserarchäologie“.

Die zweite Jahreshälfte begrüßen wir mit der Ausstellung des Preisträgers des achten Rheinische Kunstpreises des Rhein-Sieg-Kreises: Masoud Sadedin.

Masoud Sadedin, Mit dem Zollstock II, 50x50cm, 2014. Öl auf Leinwand.
Masoud Sadedin, Mit dem Zollstock II, 50x50cm, 2014. Öl auf Leinwand.

Masoud Sadedin wurde 1956 in Semnan im Iran geboren und lebt und arbeitet seit 30 Jahren im Rhein-Sieg-Kreis. Neben den Zeichnungen, die ihn lebenslang begleiteten, sind es seine Ölgemälde, die die Jury überzeugten und die in der Bonner Ausstellung neu zu entdecken sind, denn Sadedin war bislang eher zurückhaltend mit Präsentationen zu seinem Werk. Sadedins Thema ist der Mensch und sind die Spuren, die er hinterlässt.

 

Ab September werden zwei große Mittelalter-Ausstellungen bei uns präsentiert.

Die erste heißt „Bauer, Mönch und Edelmann. Leben im Mittelalter“ und ist eine Mitmachausstellung für die ganze Familie (27.9.2018 – 25.8.2019). Könige und Ritter, Prinzen und Prinzessinnen, edle Kämpfer und Schurken, Burgen mit prächtigen Rittersälen und uneinnehmbaren Mauern und Türmen – in Filmen und Fernsehserien, in Büchern und Märchen ist das Mittelalter allgegenwärtig. Auch in unseren Städten und Landschaften gibt es viele Spuren dieser fernen Zeit: Burgen, Klöster, Kirchen und Städte. Aber wie lebten die Menschen wirklich vor 1000 Jahren? Was wissen die Wissenschaftler darüber? Und was verraten uns die originalen Objekte aus dem Mittelalter dazu?

Blick in die Ausstellung in Den Haag. © Museon, The Hague.
Blick in die Ausstellung in Den Haag. © Museon, The Hague.

In der Ausstellung lernt man sieben Menschen aus dem Mittelalter kennen: Natürlich den Ritter und die Burgherrin, aber auch die Händlerin, den Spielmann, den Handwerker, den Mönch und den Bauern. An 35 Mitmachstationen kann man ausprobieren, wie das Leben im Mittelalter wirklich war: Man kann ein Turnier reiten und ein Schwert schmieden, sich wie eine Edelfrau kleiden und eine mittelalterliche Stadt entdecken, einen höfischen Tanz lernen, mittelalterliche Musik komponieren oder lernen, wie schwer es ist, ein erfolgreicher Bauer zu sein oder die Geheimnisse der Kräutermedizin zu entdecken.

Die Ausstellung ist ein internationales Kooperationsprojekt des LVR-LandesMuseums Bonn mit dem Museon Den Haag, dem Museum Het Valkhof Nijmegen und Bruns B.V. Bergeijk.

 

Heinz-Günter Prager ist ein bekannter deutscher Bildhauer, Zeichner, Grafiker der konkreten Kunst. Seine Skulpturen sind an vielen öffentlichen Orten präsent, etwa vor der Berliner Nationalgalerie oder dem Bonner Kunstmuseum. Weniger bekannt sind Pragers Arbeiten auf Papier die diese Ausstellung zeigt. Sie teilen mit Pragers Plastik Stringenz und Systematik, sind ihrem freien Spiel mit der Variation und Veränderung jedoch eine ganz eigene Werkgruppe. Die Ausstellung, die in der Reihe Szene Rheinland erscheint, wird vom 11.10.2018 bis zum 27.1.2019 bei uns zu sehen sein.

 

Die zweite große Mittelalterausstellung beschäftigt sich mit dem Reisen und den Netzwerken in Europa: „Europa in Bewegung. Reisen durch das frühe Mittelalter“ (15.11.2018 – 12.5.2019). Die Ausstellung präsentiert ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Trotz aller Unterschiede im Umgang mit dem Erbe der Antike ist diese Epoche von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten mit ihrer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt. Ca. 150 kostbare Objekte aus den bedeutendsten europäischen Museen legen beredtes Zeugnis für den regen Austausch von Ideen, Glauben, Traditionen und Handelsgütern ab. In der Ausstellung begegnen ihnen bemerkenswerte Persönlichkeiten, die als Pilger, Wissenschaftler, Händler und Reisende diese für uns so fernen Welten bereisten, erkundeten und zwischen ihnen vermittelten. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes CEMEC (Connecting Early Medieval European Collections).

 

Damit sind wir schon fast im nächsten Jahr und hiermit endet auch dieser Blogbeitrag. Zu den Ausstellungen werden reichhaltige Rahmenprogramme angeboten, alle Informationen dazu finden sich auf der Website sowie in unserem neuen Newsletter.

Zum Abschluss noch die gute Nachricht, dass wir seit dem 1.1.2018 einmal im Monat einen Tag freien Eintritt haben. Dies ist bei uns immer der erste Freitag im Monat.

Wir wünschen allen unseren Lesern ein erfolgreiches, schönes und kulturreiches Jahr 2018. Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch!

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