Fund des Monats März 2016

Keltischer Dreiwirbelanhänger

Jeden Monat zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland in einer Vitrine im Foyer unseres Museums einen besonderen Gegenstand – den Fund des Monats. Ob er nun aus einer aktuellen Grabung stammt, gerade frisch restauriert ist oder auch besonders schön und zu schade für das Depot, es gibt jedes Mal einen neuen Grund und die Vielseitigkeit der Archäologie wird sehr schön deutlich.

Keltischer Dreiwirbelanhänger. 1. Jahrhundert v. Chr. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.
Keltischer Dreiwirbelanhänger. 1. Jahrhundert v. Chr. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn.

Ein charakteristisches Erzeugnis des keltischen Kunsthandwerks sind die sogenannten Dreiwirbelanhänger aus Bronze, die am Backenriemen des Kopfzeugs eines Pferdes angebracht waren. Bei Inden-Pommenich im Kreis Düren wurde dieser Fund aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Der Dreiwirbelanhänger wurde offenbar beim Ritt durch einen Bachlauf in der Nähe einer Siedlung verloren.

Die besten Parallelen dieses im Rheinland bislang singulären Fundstücks findet man neben vereinzelten Exemplaren aus Baden-Württemberg und Böhmen besonders auf dem hessischen Dünsberg-Oppidum, einer großen befestigten keltischen Höhensiedlung. Hier wird auch wegen ihres zahlreichen Vorkommens der Produktionsort vermutet.

Der Dreiwirbelanhänger ist als Fund des Monats im März 2016 im Foyer des LVR-LandesMuseums Bonn zu sehen.

 

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