Der Herr von Morken wird multimedial

Wir haben einen neuen Multimediatisch. Heiß ersehnt, ist er endlich eingetroffen und steht nun neben der Herrn von Morken-Vitrine. Am 26. August 2015 wurde er in einer kleinen Zeremonie in der Dauerausstellung eingeweiht.

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Der Tisch wird von unserer Direktorin Gabriele Uelsberg und dem Vorstandsmitglied der Sparkasse Volker Schramm enthüllt. Foto: J. Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn

In Anwesenheit von Pressevertretern und der zuständigen Fachreferentin Frau Dr. Nieveler übergab die Direktorin Frau Dr. Uelsberg zusammen mit Herrn Schramm (Vorstand Sparkasse KölnBonn) aus dem Vorstand der Sparkasse KölnBonn ihn an die Besucher des Hauses. Die Sparkasse KölnBonn finanzierte diese Medienstation aus Erlösen des PS-Sparens. Etwa 60.000 Bonner ermöglichten mit dem Kauf eines PS-Loses den Erwerb.

Er dient als zusätzliches Informationsangebot für unsere Besucher, die sich mit der Welt des Frühmittelalters im Rheinland und insbesondere mit der Geschichte um das Grab des Herrn von Morken vertraut machen wollen.

 

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Bilder und Texte lassen sich von allen vier Seiten lesen und natürlich ganz groß ziehen. Es gibt jede Menge Zusatzinformationen.

In dem neu gestalteten Ausstellungsbereich ergänzen frei auswählbare Texte, Bilder, Karten und Grafiken auf dem Tisch die gezeigten Originale. Sie ermöglichen eine individuelle Vertiefung zu verschiedenen Fragestellungen und Themenbereichen. So kann man zum Beispiel detailliert die einzelnen Schritte betrachten, die es braucht um eine Gesichtsrekonstruktion anzufertigen. Oder auch nachlesen und vor allem vergrößert betrachten (dank des Heranzoomens), welche Einlagen in der Gürtelschnalle sind, welche Muster sie hat und aus welchem Metall und welchen Steinen sie hergestellt wurde. Das wurde nämlich alles in jüngster Zeit untersucht. Ein wichtiges Ziel und auch Möglichkeit des Tisches ist die Einbeziehung all dieser aktuellen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Forschung, die dem Besucher auch Einblicke in die Museumsarbeit geben.

Mir persönlich gefällt die bunte Mischung aus Abbildungen und Texten sowie das Angebot, gleichzeitig auf dem Tisch zu interagieren – ob als Familie, als Schülergruppe oder Einzelperson – alle können miteinander in einen Informationsaustausch treten und gemeinsam eine vielleicht noch unbekannte Zeit entdecken! Bis zu vier Besucher können sich am Tisch zur selben Zeit über einzelne Themenfelder informieren. Das Museum hofft auf neue Erkenntnisse zum Nutzerverhalten und Informationsbedarf der Besucher, um zukünftig über weitere Vermittlungsmodelle dieser Art nachzudenken. Für den Tisch zum Herrn von Morken sind weitere Module geplant, z. B. Spiele für verschiedene Altersgruppen, die das Referat für Frühmittelalter erarbeiten wird.

 

Judith Jordan

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Weltweites Zellwerk„.

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