Von den Eiszeitjägern in die Jungsteinzeit – Ein Rückblick auf den Tag der Begegnung

Standgestaltung am Tag der Begegnung, 30.5.2015 in Köln Deutz im Rheinpark.
Standgestaltung am Tag der Begegnung, 30.5.2015 in Köln Deutz im Rheinpark.

Seit August 2013 bin ich Auszubildende als Kauffrau für Marketingkommunikation im LVR-LandesMuseum in Bonn und bin jetzt im zweiten von drei Ausbildungsjahren. Eine meiner Aufgaben war es, den Tag der Begegnung von der Seite des Museumsverbundes vorzubereiten und zu organisieren.

Der Tag der Begegnung ist Deutschlands größtes Familienfest für Menschen mit und ohne Behinderung. Dieses Jahr fand er wieder am 30.5.2015 in Köln-Deutz im Rheinpark statt und wurde wie immer zahlreich besucht. Der Museumsverbund besteht aus dem LVR-LandesMuseum Bonn, den Römerthermen Zülpich und dem Max Ernst Museum in Brühl.

Materialien für unseren Workshop Steinzeitamulett.
Materialien für unseren Workshop Steinzeitamulett.

Damit der Tag reibungslos ablaufen konnte, gab es einige Dinge die man beachten musste. Frühzeitig habe ich die Anmeldung mit allen gewünschten Daten an die Organisatoren vom Tag der Begegnung abgegeben. Immer in Absprache mit meiner Abteilung und den anderen beiden Museen wusste ich, was wir alles für den Tag der Begegnung benötigen und konnte somit alles auf den Weg bringen. Dazu gehörten unter anderem die Gestaltung unseres Standes, die Organisation für einen Fahrer der die Materialien zum Tag der Begegnung hin fährt und wieder abholt, die Absprache wann und um wie viel Uhr man den Stand auf- beziehungsweise abbaut und die Personalabsprache.

Intern im LVR-LandesMuseum mussten wir uns überlegen welches Thema der Schwerpunkt unseres Standes sein sollte und was wir als „Mitmachaktion“ für Kinder anbieten können. Als Hauptthema haben wir uns für die im September anlaufende Archäologische Landesausstellung „Revolution jungSteinzeit“ entschieden. So wurden ein Rollup, der Counter, die „Giveaways“ und die „Mitmachaktion“ darauf abgestimmt und im Stil der Landesausstellung gestaltet.

Bei der Darstellung des „Mitmachbereichs“ mussten wir darauf achten, dass auch Menschen mit Behinderung die „Mitmachaktion“ ausführen können. Nach schneller Absprache haben wir uns dafür entschieden Bastelmaterialien für Steinzeit-Amulette anzubieten sodass jedes Kind sein eigenes Amulett basteln konnte. Als „Giveaway“ haben wir außer verschiedenen Flyern, auch Spiegel-und Magnetbuttons, sowie Samentütchen mit den Ur-Getreidesorten Einkorn und Emmer, passend zur Landesausstellung angeboten.

Neben der Landesausstellung wollten wir aber auch die Ausstellung „Eiszeitjäger“ präsentieren und haben ein zweites Rollup dementsprechend gestaltet und Flyer für Besucher bereitgestellt.

Samentütchen mit dem Ur-Getreide Einkorn und Emmer.
Getreidetütchen mit dem Ur-Getreide Einkorn und Emmer.

Das Wetter war wechselhaft, aber zum Glück kein Unwetter, wie im letzten Jahr. Die Besucher haben sich sehr über die Mitmachaktion und die „Giveaways“ gefreut. Das Interesse war groß, sowohl an den Steinzeit-Ketten wie auch an unserem Stand. Unsere Standbesetzung musste viele Fragen beantworten. Vor allem waren viele Leute an der kommenden Landesausstellung „Revolution jungSteinzeit“ interessiert. Einige wollten aber auch mehr über die am 28.6.2015 endende Ausstellung „Eiszeitjäger – Leben im Paradies“ erfahren.

Im Januar habe ich mit der Organisation begonnen, indem ich die Anmeldung zu dem Tag abgegeben habe. Nach der allgemeinen Planung musste ich vor allem bei der Umsetzung auf die Zeiträume für die Fertigstellung und Sendungen der Materialien achten. Da wir im Museum keine Möglichkeit haben Rollups zu drucken, ließen wir sie extern anfertigen. Außerdem bestellten wir die Materialien des Mitmachbereichs und der „Giveaways“. Solche speziellen Dinge wie Muscheln oder Urgetreide haben ganz andere Lieferzeiten, als man annimmt. Die Spiegel und Magnete konnten wir selbst inhouse herstellen. Wir haben eine sehr beliebte und oft genutzte Buttonmaschine, die wir sehr gerne für solche Tage nutzen. Auch die Getreidetütchen entstanden in Eigenproduktion. Es gab einiges zu organisieren, aber es hat sich gelohnt. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag mit vielen Eindrücken und eine tolle Erfahrung für mich.

 

Elena Hambitzer

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3 Gedanken zu „Von den Eiszeitjägern in die Jungsteinzeit – Ein Rückblick auf den Tag der Begegnung

  1. Schöner Blick hinter die Kulissen, liebe Elena. Das glaube ich gern, dass es für Ausstellungen oder spezielle Präsentationstage viel zu organisieren gibt. Ich hatte mich auch mal – vor Urzeiten – für ein Praktikum im Bonner Landesmuseum beworben, aber daraus wurde nichts und inzwischen habe ich eine ganz andere Karriere eingeschlagen.
    Die Eiszeitjägerausstellung muss ich unbedingt noch besuchen, bevor sie diesen Monat schließt. Steinzeit, Eiszeit und Cro-Magnon haben mich immer fasziniert – gerade in den letzten Jahren wieder verstärkt, wo doch die Frage aufgekommen ist, wieviel vom Neandertaler im modernen Menschen steckt.
    Grüße

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