Das kommt 2013!

2012 war ein gute Jahr für uns: knapp 135.000 Besuchern bedeuten eine Steigerung um über 30%! So starten wir freudig in ein neues Ausstellungsjahr (und auch ein bisschen nervös, bei der Vorgabe…) Aber das Programm 2013 führt Sie/Euch hoffentlich ähnlich häufig zu uns; für Spannung und Abwechslung haben wir gesorgt:

2013_VorschauLos geht es ab dem 18. Januar mit der Erlebnisausstellung „Weil wir Mädchen sind …“, die von der internationalen Kinderhilfsorganisation Plan International Deutschland e.V. entwickelt wurde. Was es bedeutet als Mädchen in Indien geboren zu werden, davon erzählt die 13jährige Asha aus Indien und Djenebou aus dem Mali nimmt uns mit auf eine Tour durch ihr Dorf in der Sahel-Region. Yoselin dagegen entführt uns in die entfernten Lebenswelten der Anden. Mit zahlreichen Mitmachangeboten erleben wir den Alltag, die Träume und auch Schwierigkeiten der drei Mädchen. Mein Tipp zum Rahmenprogramm: Das Bonner Wissenschaftscafe beschäftigt sich am 6. März mit den Lebensbedingungen junger Mädchen bei uns in Deutschland.

Im Februar ist die Ausstellung der Reihe „Szene Rheinland“ dann – ganz passend – dem Portrait einer jungen Frau gewidmet: Die Düsseldorfer Künstlerin Sigrid Redhardt zeigt ab dem 21. Februar ein wahres Kaleidoskop künstlerischer Möglichkeiten und Medien um immer wieder ein und dasselbe Gesicht zu erkunden, das man danach nie wieder vergisst!

Gefährlich wird es dann ab dem 11. April bei uns. Das „Gefährliche Pflaster“ beleuchtet die Kriminalität im Römischen Reich. Archäologische Funde aus dem In- und Ausland erzählen Geschichten von Betrug, Mord oder Überfällen, aber auch von den Versuchen, sich davor zu schützen. Trotz des etwas martialischen Themas ist die Ausstellung dabei durchaus unterhaltsam: Lebensbilder, Mitmachangebote und ein Quiz (mit einem Überraschungsgeschenk – damit verliert man nie wieder bei Monopoly) bringen uns die Menschen der doch nicht so fernen Antike ganz nah. Das Rahmenprogramm spannt den Bogen bis heute: Meine Lieblingsveranstaltung als Krimifan: Die Lesung des Bonner Autors Wolfgang Kaes, der sein neues Buch „Das Gesetz der Gier“ vorstellen wird. (19.4.13). Das hätte sicherlich auch den Römer Cicero (106–43 v. Chr.) interessiert, der schon vor mehr als 2000 Jahren meinte: „Aus Habsucht entstehen alle Verbrechen und Übeltaten“.

In die Gegenwart zurück bringt uns dann wieder Gudrun Kemsa ab dem 16. Mai mit ihrer Ausstellung „Urban Stage“. In ihren fotografischen Arbeiten und großformatigen Video-Installationen beschäftigt sie sich mit der Darstellung von Raum, Zeit und Bewegung im städtischen Alltag.

Im Sommer (ab 4. Juli) entführen wir unsere Besucher dann wieder in weit entfernte Zeiten und Gefilden, nämlich auf die Krim, die goldene Insel im Schwarzen Meer. Sie bot vielen Völkern eine neue Heimat und war so ein zentraler Handels- und Knotenpunkt zwischen Asien und Europa. Einzigartige Funde aus Gräberfeldern und Heiligtümern können erstmals in Deutschland gezeigt werden. Meine Lieblingsobjekte, trotz des vielen Goldes in der Ausstellung: Lackkästchen, die vor mehr als 2000Jahren den Weg aus China über die Seidenstraße bis auf die Krim gefunden haben. Sie sind in einem mehrjährigen Prozess eigens für die Ausstellung bei dem größten Lackmeister Japans restauriert worden.

Ab dem 24. September führt uns unsere große Herbstausstellung „Welt in Farbe – Farbfotografie vor dem Großen Krieg“ zeitlich nur 100 Jahre zurück: Sie ist der Auftakt des großen LVR-Projektes „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“. Wir zeigen die Erkundung der Welt mit Hilfe der Farbphotographie vor dem ersten Weltkrieg, eine Zeit, die wir alle nur in Schwarz-Weiß-Bildern vor Augen haben: Die größte und auch berührende Entdeckung waren für mich die in Deutschland nahezu unbekannten Farbfotografien und Filme des französischen Bankiers Albert Kahns (1860-1940). Als einer der reichsten Männer Europas am Vorabend des zweiten Weltkriegs begründete er 1907 die „Archives de la Planète“: ein riesiges Bild-Archiv mit keinen geringeren Ziel, als alle Kulturen der Welt zu dokumentieren. So wollte er in einer Zeit, die auf den großen Krieg hinstürzte, Frieden stiften. Wir ergänzen seine größtenteils erstmals überhaupt gezeigten Farbbilder und Filme durch die Fotografien des russischen Fürsten Prokudin-Gorski, der das unendliche Zarenreich in Farbe erkundetet und die stereoskopischen Aufnahmen des sogenannten Kaiserpanoramas: Eine Reise in eine vergangene – und größtenteils auch untergegangene Zeit, auf die wir selbst sehr gespannt sind!

Mehr über die Zeit um 1914 erfahren sie übrigens in dem mehrtägigen internationalen Kongress rund um die Ausstellungseröffnung. Der Kongress ist öffentlich!

Weitere Projekte verraten wir später!!! Wir freuen uns auf Sie/Euch!

Lothar Altringer

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