„Beauty is Shoe“ sagte einst Andy Warhol: Reise durch die Welt der Schuhe

Auf dem Weg nach Bonn im Auto überlegte ich, was wohl alles in der „Schuhtick“-Ausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn zu sehen sein wird. Meine Gedanken kreisten um das Wort „Schuh“ und was ich damit eigentlich verband: Das Expedit-Schuhregal, was sich meine Freundin im letzten Monat triumphierend in der Wohnung platzierte, eine Folge „Eine schrecklich nette Familie“ mit Schuhverkäufer Al Bundy, die drei kaputten Schnürsenkel an meinen Sneakers (die ich schon längst ersetzen wollte), natürlich die vorweihnachtliche Organisation eines neuen Paars „Iron Fist“-Peeptoes für die Kollektion meiner Freundin und dann schoss mir noch ein Zitat durch den Kopf, das Harald Glööckler neulich in seiner Reality-Soap proklamierte: „Gib einem Mädchen die richtigen Schuhe, und sie erobert die Welt.“ (im Original von Bette Midler).

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Und schon waren wir mittendrin, in der Welt des Schuhs.  Empfangen von einem riesigen High Heel mit gedrehtem Absatz vor dem Museum ging es für mich, Sebastian Hartmann (Museumsbesucher, Museumsfan und Museumsberater für Social Media) samt Schuh-begeisterter Freundin, direkt in die „Schuhtick“-Ausstellung. Was ich noch nicht ahnte: Der Name war Programm. Überall Schuhe Schuhe Schuhe. In allen Varianten, Farben, Größen, in Vitrinen, Schaukästen und vor einem Catwalk. Letzteres bildete den Start in die Schuh-Schau. Dutzende Paare – von Gummistiefel über Chucks bis Mokassins lagen vor dem Laufsteg, um von jungen und alten Besuchern angezogen zu werden, bevor es für diese auf die Bonner Bretter gehen sollte. Ein schönes Entree zum Mitmachen.

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Von da an erfuhr jeder mit Begeisterung für Schuhe, warum eigentlich der Ötzi entscheidend dafür war, das man heutzutage in jedem dritten Laden Schuhe bekommt. Wie werden Schuhe hergestellt? Was trugen die Menschen im 19. Jahrhundert an den Füßen? Wie groß ist eigentlich der Schuh der Frau und des Manns mit den größten Füßen der Welt? Und in welchen Sportschuhen hat Boris Becker eigentlich das legendäre Wimbledon gewonnen? Immer wieder begegneten uns Klassiker der Schuhmode der letzten 30 Jahre, unter anderem ein Paar Buffalo-Plateau-Schuhe, bei denen meine Freundin kurz vermerkte, das sie die ja auch in den 90er trug. Natürlich durften auch die ewigen Klassiker und der Inbegriff des bequemen Treters nicht fehlen: Der Chucks Allstars von Converse;  in der Ausstellung ein besonders ausgefallenes, knöchelhohes Paar. Gefiel mir sehr gut (und motivierte mich zudem, in den letzten Tagen ein neues paar Sneakers zu kaufen. Was eine Ausstellung alles bewirken kann).

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Entlang der Zeitreise durch die Welt der Schuhe begegneten uns allerhand Zitate und Sprichwörter zum Ausstellungsthema. Unglaublich, wo das Wort „Schuh“ alles verwendet wird und vorkommt. Eines meiner Favoriten: „Andersherum wird ein Schuh draus“. Warum? Weil es in so vielen Situationen des Alltags und Leben ein passender Spruch ist.

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Das Ende der Ausstellung nahte, und damit verbunden die Welt der Designer-Schuhe. Ein Traum für jede Frau, die schon immer den Schuhschrank samt Inhalt von Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“ am liebsten bei sich zu Hause sehen würde. Das Who is Who der feinen, extravaganten Schuhmode waren in Bonn versammelt, um bestaunt zu werden. Man kam sich ein wenig vor wie in einem Showroom zur Fashion-Week. So stelle ich mir jedenfalls den Bereich dort vor, wo die Schuhe zur Abholung für die Models bereit liegen.

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Auf dem Rückweg zum Ausgang passierten wir noch 2 Stationen, die ich kurz erwähnen möchte. Zuerst ging es durch einen weiteren Mitmachbereich für Kinder (aber auch Erwachsene). Hier gab es einen Barfußpfad für ein Lauferlebnis auf Socken oder mit noch weniger, einen Stand mit Holzclocks zum Probelaufen oder auch ein umfassendes Schuh-Memory zum Spielen. Zudem war eine Werkstatt eines Schuhmachers aufgebaut. Klasse.

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Ebenfalls gut, das Shopsortiment des LandesMuseums zur „Schuhtick“-Ausstellung mit jeder Menge Lektüre, Tassen mit Schuhen darauf und vielen anderen Kleinigkeiten wie zum Beispiel ein Türstopper in Form bunter High Heels. Als kleines Andenken nahm meine Freundin noch eine eigens geprägte Münze mit Schuhtick-Emblem mit nach Hause. Was ich (unter anderem) mit nach Hause nahm: Den Weihnachtswunschzettel 2013 meiner Freundin, auf dem jede Menge Namen wichtiger Männer standen: Jimmy Choo, Christian Louboutin, Manolo Blahnik und Alexander Mcqueen.

Viel Spaß allen zukünftigen „Schuhtick“-Besuchern!

Sebastian Hartmann

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